Microsoft verliert als Desktop-Betriebssystem und Browser an Bedeutung

Dienstag, 31. Januar 2012
Mac OS X gewinnt dazu, Windows 7 verliert
Mac OS X gewinnt dazu, Windows 7 verliert

Microsoft ist out, Apple ist in – zumindest, was die Betriebssysteme von Desktop-Computern angeht: Seit 2008 musste Windows beim Marktanteil beinahe 10 Prozentpunkte an Mac OS X abgeben. Das zeigt eine Langzeitstudie von Webtrekk, einem Anbieter für Webanalyse mit Sitz in Berlin. Im 4. Quartal 2011 war Windows auf 80,7 Prozent der Desktop- und Notebook-PCs installiert, Mac OS auf 15,8 Prozent. Zum Vergleich: Im 4. Quartal 2008 kam das Apple-Betriebssystem nur auf eine Reichweite von 5,7 Prozent. 

Auch im Bereich der Browser legt Apple deutlich zu, während Microsoft verliert: 2011 hat der Internet Explorer nur noch einen Marktanteil von 30,1 Prozent – drei Jahre zuvor war der Microsoft-Browser mit 56,6 Prozent noch Marktführer. Diese Position hält nun Mozillas Firefox mit 39 Prozent (2008: 35,5 Prozent). Den stärksten Zuwachs verzeichnet jedoch Apple: Safari kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 20,8 Prozent (2008: 4 Prozent). Und auch Google Chrome mischt mit 8 Prozent im Markt mit.

Langzeitvergleich Browser (2008 bis 2011, Quelle: Webtrekk)
Langzeitvergleich Browser (2008 bis 2011, Quelle: Webtrekk)

Doch während Apple seine Position auf stationären Computern und im Browser ausbaut, geht es im Mobile-Bereich langsam bergab, wie der Vergleich des 1. Quartals 2010 mit dem 4. Quartal 2011 zeigt: Mit knapp 80 Prozent bei Erfassungsbeginn eingestiegen, kommt iOS für iPhone und iPad jetzt nur noch auf 77,4 Prozent – und liegt damit deutlich unter dem Höchststand von 85,3 Prozent, der im 3. Quartal 2010 verzeichnet wurde.

Grund für den Rückgang ist der Siegeszug von Googles Android, das mittlerweile auf einen Marktanteil von 18,3 Prozent kommt (1. Quartal 2010: 2,7 Prozent). Nokias Symbian (1,3 Prozent), Blackberrys RIM (0,7 Prozent) und Microsofts Windows Phone 7 (0,5 Prozent) spielen kaum eine Rolle. sw
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