Microsoft paktiert bei der Suche mit Facebook

Freitag, 15. Oktober 2010
Von Facebook-Freunden empfohlene Ergebnisse werden gesondert angezeigt
Von Facebook-Freunden empfohlene Ergebnisse werden gesondert angezeigt


Microsoft verbündet sich bei der Internetsuche mit Facebook. Die Suchmaschine Bing des Softwaregiganten wird künftig mit Informationen aus Facebook verknüpft. Dadurch sollen Nutzer für sie relevantere Suchergebnisse erhalten. Die Ergebnisse der Suchmaschine Bing sollen künftig mit persönlichen Informationen aus dem Facebook-Profil der Nutzer und deren Kontakten verknüpft werden. So werden bei den sogenannten "Liked Results" Ergebnisse besonders hervorgehoben, die Facebook-Freunde mit dem "Gefällt mir-Button" markiert haben. Suchergebnisse sollen so den Charakter persönlicher Empfehlungen bekommen. "Menschen treffen ihre Entscheidungen immer wieder mit Hilfe von Informationen ihrer Freunde", erklärte Microsoft den Ansatz. "Kann die Suche besser sein, wenn all die Leute denen man vertraut, Teil des Vorgangs sind", fragte Microsoft-Manager Qi Lu bei der Präsentation der Partnerschaft am Microsoft-Firmensitz in Mountain View. Microsoft ist mit 1,6 Prozent an Facebook beteiligt.

Mit der Allianz mit Facebook bläst Microsoft einmal mehr zum Angriff auf Google. In den USA liegt der Marktanteil von Bing nach den aktuellen Zahlen des Marktfoschungsunternehmens Comscore aktuell bei 11,2 Prozent. Yahoo kommt auf 16,7 Prozent Marktanteil, Google vereint 66,1 Prozent aller Suchanfragen auf sich. In Europa ist die Dominanz von Google noch wesentlich stärker ausgeprägt. In Deutschland liegt der Marktanteil von Google bei knapp 90 Prozent, Bing kommt auf rund 2,5 Prozent (Quelle: Webhits.de). Experten halten es daher für fraglich, dass die Allianz zwischen Microsoft und Facebook an den Marktverhältnissen auf absehbare Zeit etwas ändert. dh
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