Microsoft kooperiert mit Verlagen / Nutzer von Windows 8 mögen die Werbung

Donnerstag, 29. November 2012
Microsoft kooperiert bei Windows 8 mit Verlagen
Microsoft kooperiert bei Windows 8 mit Verlagen


Bei seinem neuen Betriebssystem Windows 8 wird Microsoft auch im Bereich Paid Content mit deutschen Verlagen kooperieren. Dabei geht es um die Apps, die zentraler Bestandteil von Windows 8 sind. Die kostenlose und vorinstallierte Bing-News-App wird schon jetzt mit Inhalten von Partnern wie "FAZ", "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" bestückt. Mit drei Partnern will Microsoft kommende Woche hierzulande mit Bezahlinhalten an den Start gehen. In den USA hat der Konzern bereits entsprechende Deals mit großen Unternehmen wie zum Beispiel der "New York Times". "Wir unterstützen die Partner aus  der Printindustrie mit dem Modell", sagte Dirk Kleine, Director Microsoft Online Media, bei der Präsentation der Werbemöglichkeiten in Windows 8 in Düsseldorf. Dort werden zum Beispiel flexible Bezahlschranken eingesetzt, die je nach Nachrichtenlage nach 2 oder 12 Minuten hochfahren.

Schon kurz nach dem Start des Betriebssystems Ende Oktober zählt Microsoft im Windows Store weltweit rund 20.500 Apps. Davon ist mit 87 Prozent jedoch der Großteil werbefinanziert. Deshalb rechnet Markus Frank, Director Advertising & Online von Microsoft in Deutschland, auch damit, dass dauerhaft viele Anbieter mit werbefinanzierten Modellen antreten werden.

Vom Werbemarkt erwartet Frank daher einiges. Mit "Windows 8 Ads in Apps" gibt es erstmals die Möglichkeit in einem Microsoft-Betriebssystem direkt Werbung zu schalten. Der Anspruch, den Microsoft Advertising dabei an sich selbst stellt, ist hoch: "Wir wollen die Nutzer mit relevanten Anzeigen begeistern", sagt Kornelia Haslbeck, Advertising Specialist Windows. Entsprechend gibt es klare Richtlinien für die Anzeigengestaltung.

Die Bildsprache soll klar und schnörkellos, aber ausdrucksvoll sein. Gefallen die Anzeigen nicht, steigt Microsoft auch mal in den Ring, um die Werbungtreibenden zu besserer Kreation zu animieren. So zum Beispiel mit McDonald's, der seine Burger-Anzeige daraufhin abwandelte und nun eine Frau zeigt - und kein Fast-Food mehr.

Rückenwind bekommt Microsoft Advertising dabei von einer Studie, die mit elf Werbungtreibenden in der Pre-Launch-Phase im September gemacht wurde. Abgefragt wurden Marken- und Werbeerinnerung. Die Ergebnisse: Die Nutzer betrachten die Werbung in Windows 8 Apps als aufmerksamkeitsstark und wenig störend. So wollen 55 Prozent, und damit deutlich mehr als bei Facebook oder Youtube, weiterhin über Produkte und Services informiert werden. 92 Prozent können sich an die Werbung erinnern und 46 Prozent halten die Marken, die in Windows 8 werben für, innovativ, 42 Prozent halten sie gar für einen Vorreiter.

Microsoft Advertsing bietet den Kunden an, die Werbemittel für das neue Betriebssystem auch selbst zu erstellen und anzupassen. pap
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