Microsoft droht Yahoo mit feindlicher Übernahme

Montag, 07. April 2008
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Der Internet-Riese Microsoft schlägt bei der geplanten Übernahme des Webkonkurrenten Yahoo einen härteren Ton an. In einem offenen Brief an die Yahoo-Geschäftsleitung, der auf der Microsoft-Homepage steht, fordert CEO Steve Ballmer Yahoo auf, binnen drei Wochen zu offiziellen Verkaufsverhandlungen zu kommen. Ansonsten sei man gezwungen, direkt an die Yahoo-Aktionäre heranzutreten und eine feindliche Übernahme zu starten. Dann könnte die Offerte geringer ausfallen als bisher.

Anfang Februar hatte Microsoft rund 44,6 Milliarden Dollar für Yahoo geboten. Dieses Angebot hatte Yahoo jedoch abgelehnt und den Kaufpreis als zu niedrig bezeichnet.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Unternehmenskreise meldet, lehnt Yahoo die Microsoft-Offerte mittlerweile nicht mehr grundsätzlich ab. Allerdings sei der Kaufpreis von 31 Dollar je Aktie nach wie vor zu niedrig. Der Suchmaschinenbetreiber werde Microsoft seine Antwort in einem offiziellen Brief mitteilen, der heute abgeschickt werden soll.
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