Microsoft: Erneute Gerüchte über Yahoo-Übernahme

Montag, 19. Dezember 2011
Wie geht es weiter mit Yahoo?
Wie geht es weiter mit Yahoo?

Geht Yahoo doch noch an Microsoft? Glaubt man den jüngsten Marktgerüchten, dann könnte der Softwareriese bei dem lange umworbenen Internetkonzern doch noch zum Zuge kommen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters überarbeitet ein Konsortium aus Finanzinvestoren und Microsoft derzeit sein Angebot für eine Minderheitsbeteiligung an dem angeschlagenen Internet-Konzern. Wie Reuters unter Berufung auf "vertraute Kreise" meldet, peilt das Konsortium, dem neben Microsoft auch Silver Lake und Andreessen Horowitz angehören, eine Beteiligung in Höhe von zehn bis 15 Prozent an. Die Überarbeitung der Offerte sei erforderlich geworden, weil Yahoo Nachbesserungen verlangt habe. Dabei geht es offenbar vor allem um die Forderung nach einem neuen Firmenchef für Yahoo, der die Rückendeckung des Konsortiums habe. Yahoo-Chefin Carol Bartz war wie berichtet im September gefeuert worden. Seitdem ist Yahoo quasi führungslos.

Microsoft war im Jahr 2008 an einer Übernahme von Yahoo gescheitert. Damals bot Microsoft-Chef Steve Ballmer 45 Milliarden Dollar für den Internetkonzern, doch Yahoo-Gründer Jerry Yang ließ Microsoft abblitzen und wurde daraufhin aus dem Unternehmen gedrängt. Später vereinbarten die Unternehmen lediglich eine Partnerschaft bei der Internetsuche.

Die Zukunft von Yahoo ist derzeit offen. Im 3. Quartal sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar, der Gewinn brach um 26 Prozent auf 293,3 Millionen Dollar ein. Gleichwohl bemüht sich laut Reuters mit der Blackstone Group ein weiterer Finanzinvestor um das Internetunternehmen. Laut Reuters bereiten Blackstone und Bain Capital zusammen mit der japanischen Softbank eine Komplett-Übernahme im Volumen von bis zu 25 Milliarden Dollar vor. mas
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