Michael Steinbrecher gibt das "Aktuelle Sportstudio" ab

Freitag, 21. Juni 2013
Michael Steinbrecher anno 2013 ...
Michael Steinbrecher anno 2013 ...

Abschied nach über zwei Jahrzehnten: Michael Steinbrecher gibt die Moderation des "Aktuellen Sportstudios"ab. Der 47-Jährige hat die ZDF-Sportsendung mehr als 21 Jahre lang präsentiert und ist damit der dienstälteste Moderator des "Aktuellen Sportstudios". Künftig will er sich stärker der Forschung und Ausbildung widmen: Steinbrecher ist seit 2009 Professor am Institut für Journalistik an der TU Dortmund. Mit 320 Einsätzen ist Steinbrecher der Moderator, der den ZDF-Klassiker am zweithäufigsten präsentiert hat. Nur Dieter Kürten, der Steinbrecher 1992 als damals 26-Jährigen zum Sportsudio geholt hat, stand mit 375 Sendungen noch häufiger für das "Aktuelle Sportstudio" vor der Kamera. "Vor gut 20 Jahren hat Dieter Kürten mich zum ZDF-Sport geholt. Ein Jahr später habe ich die Jubiläumssendung zu '30 Jahre sportstudio' moderiert. Damals war Dieter mein Gast. Als ich Anfang des Jahres erfahren habe, dass er für die 50-Jahre-Jubiläumssendung zugesagt hat, dachte ich mir, dass die Sendung am 10. August eine schöne Abrundung wäre", begründet Steinbrecher seine Entscheidung.

Man solle gehen, so lange es noch schön ist. "Ich bin jetzt 47 und habe den Eindruck, es sollte etwas Neues kommen", so Steinbrecher. Bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien wird Steinbrecher noch einmal die Moderation im Quartier der deutschen Nationalmannschaft übernehmen und sich dann Ende August vom "Sportstudio" verabschieden.

In den vergangenen Jahren hat sich der Fußball-Experte parallel zu seiner Tätigkeit für das ZDF eine zweite Karriere aufgebaut: 2008 promovierte er an der TU Dortmund mit einer Arbeit zum Thema "TV-Programmgestaltung bei Olympia im Netz olympischer Abhängigkeiten". Seit 2009 ist er dort Professor für Fernseh- und Crossmedialen Journalismus und will sich künftig noch stärker auf die Forschung konzentrieren: "Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen forsche ich zur Zukunft des Fernsehens und der Medien insgesamt, und gemeinsam mit hervorragenden Studierenden erarbeiten wir in einem Medienlabor neue Formate, Darstellungsformen und Arbeitsweisen. Das 'Dortmunder Modell' steht für die Integration von Theorie und Praxis. Das will ich natürlich auch weiter leben."

Ob er danach weiterhin für das ZDF tätig sein wird, ist noch nicht klar. Im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" antwortet Steinbrecher auf die Frage, ob seine TV-Karriere mit dem Abschied vom "Sportstudio" nun beendet sei: "Kann sein, muss nicht sein. Ich bin jedenfalls nicht der Typ, der am Samstag sein letztes Sportstudio moderiert und am Sonntag bei einem anderen Sender sitzt." dh

... und im Jahr 1995 (Fotos: ZDF)
... und im Jahr 1995 (Fotos: ZDF)
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