"Meinung muss sich wieder lohnen": Stefan Raab plant Polit-Talk

Montag, 10. September 2012
Stefan Raab: "Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen"
Stefan Raab: "Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen"


Stefan Raabs Gespür für den Geschmack des Publikums ist legendär: fast jedes Format, das der Moderator ausprobierte, wurde zum Erfolg. Nun plant Raab die ultimative Verbindung von Show und Polit-Talk: Im Interview mit dem "Spiegel" kündigte der Entertainer an, ab dem 11. November die Sendung "Absolute Mehrheit - Meinung muss sich wieder lohnen" präsentieren zu wollen. Der Clou der Sendung: der sympathischste Gast soll fürstlich entlohnt werden. So soll der Teilnehmer der Talkrunde, für den am Ende der Sendung mehr als 50 Prozent der Zuschauer gevotet haben, 100.000 Euro bekommen. Ähnlich wie bei dem Format "Schlag den Raab" sollen nicht vergebene Siegprämien in einen Jackpot wandern. Die Runde der Talkshowgäste soll sich Raab zufolge aus Berufspolitikern, Prominenten und Normalbürgern zusammensetzen und über diverse "gesellschaftsrelevante" Themen plaudern. Pro Sieben-Sat1-Nachrichtenchef Peter Limbourg soll das Geschehen anschließend analysieren. Politik sei etwas, das Mehrheiten brauche, da setze er an, so Raab zum "Spiegel". 

Raab zufolge soll die Sendung etwa einmal im Monat jeweils sonntags nach dem Spielfilm am Abend ausgestrahlt werden. Käme das Format zustande, wäre dies ein Frontalangriff auf die etwa zeitgleich ausgestrahlte Talkshow von Günther Jauch. Diese habe in der Zielgruppe von Pro Sieben einen "recht überschaubaren Marktanteil", so Raab. Sein Ziel sei, "die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen" zu machen.

Dass seriöse Politiker von dem Konzept der Sendung abgeschreckt werden könnten, glaubt Raab nicht, im Gegenteil: "Wenn einer wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bei uns 100.000 Euro abräumt, wäre er doch im Berliner Betrieb zwei Wochen lang King of Kotelett." ire
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