Mehr als die "Buchholz-Turboprämie": Verdi unterstützt G+J-Mitarbeiter

Donnerstag, 06. Dezember 2012
Vor dem G+J-Pressehaus hat Verdi am Donnerstag Infoblätter verteilt
Vor dem G+J-Pressehaus hat Verdi am Donnerstag Infoblätter verteilt


Post für die Belegschaft von Gruner + Jahr: Auf einem Infoblatt, das am Donnerstagmorgen vor dem Verlag verteilt wurde, zeigt die Gewerkschaft Verdi Solidarität mit den vom Ende beziehungsweise Verkauf von "FTD", "Impulse" und "Börse Online" betroffenen Angestellten. Den Worten der Geschäftsleitung aus der Betriebsversammlung vom 23. November müssten jetzt Taten folgen.
In dem Schreiben zitiert Verdi unter anderem die G+J-Vorstände Achim Twardy - "Es wird großzügige Lösungen geben" - und Julia Jäkel, die Ende November betonte: "Mit Worten kann man die entstandene Situation nicht bessern. Das geht nur durch Taten." Man nehme die Aussagen der Geschäftsleitung ernst und unterstütze die in der Mitarbeiterversammlung vorgebrachten Forderungen, so die Gewerkschaft.

Unter anderem müsse es einen Wertschätzungssockel geben, der "oberhalb der Buchholz-Turboprämie von 50.000 Euro" liegt, eine "weit über den bisherigen Sozialplänen liegende" Abfindung pro Beschäftigungsjahr sowie einen Betrag für Umschulungsmaßnahmen und Coaching aufgrund der schlechten Arbeitsplatzlage für Journalisten.

Insgesamt sind vom Ende beziehungsweise dem Aus der G+J-Wirtschaftsmedien 314 Mitarbeiter in Hamburg, Frankfurt und in Außenbüros betroffen, 50 zusätzlich in den angrenzenden Verlagsbereichen Vermarktung, Vertrieb und Verwaltung. Am Freitag ist offenbar zudem eine eigene Veranstaltung der Mitarbeiter vor dem Hauptgebäude des Verlages in Hamburg geplant. kl
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