Mehr Wort, weniger Jingles: Hit-Radio Antenne wird puristischer

Mittwoch, 23. Februar 2011
Der Sender aus Hannover soll durchhörbarer werden
Der Sender aus Hannover soll durchhörbarer werden

Abkehr vom Dudelfunk: Hit-Radio Antenne Niedersachsen schmeißt alle marktschreierischen Soundelemente aus dem Programm und will stärker auf das gesprochene Wort vertrauen. Auch redaktionelle Beiträge sollen wieder mehr Raum bekommen. "Mit der im Privatfunk weitverbreiteten hohen Geräuschkulisse dringt man nicht mehr durch und nervt stattdessen zunehmend die Hörer", sagt Stephan Offierowski, Programmdirektor des Hannoveraner Senders. Insgesamt sollen "Störfaktoren" wie Eigenwerbung minimiert werden, um das Programm durchhörbarer zu machen. "Wir werden insgesamt sehr viel puristischer und erwachsener, was unser Soundbild angeht", sagt Offierowski. Auch Programmverpackungen sollen "vorsichtig entfernt" und das gesprochene Wort nicht mehr durch ein darunter gelegtes Musikbett verwässert werden. "Durch die Soundbildveränderungen geraten das Wort und die Moderation stärker in den Fokus", erklärt Offierowski.

Zeitgleich mit der klanglichen Entschlackung soll der Anteil redaktioneller Beiträge ausgebaut werden. Erst vor kurzem hat der Sender eine neue Serviceschiene eingeführt, in der unter anderem der ehemalige ARD-Wirtschftsfachmann Frank Lehmann Tipps zum Thema Geld gibt. dh
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