Medienwächer nehmen Call-in-Formate an die Leine

Donnerstag, 03. Mai 2007

Call-in-Formate sollen stärker reglementiert werden. Das haben die Medienaufsicht, die deutschen Fernsehveranstalter, die Call-in-Formate anbieten, sowie der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) heute in München beschlossen. So soll unter anderem der künstliche Zeitdruck durch die Moderation eingeschränkt werden, es soll eine Dokumentation der ausgegebenen Gewinne geben sowie eine bessere Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Wortsuchspielen. Gleichzeitig haben die Verbände verabredet, den Jugendschutz zu stärken. Schon heute ist die Teilnahme Minderjähriger an Call-in-Fomaten nicht zulässig. Um ein bessere Umsetzung dieser Regelung zu erzielen, soll in der Moderation verstärkt auf diesen Umstand hingewiesen werden. Zudem sollen die Sender als abschreckende Maßnahme kommunizieren, dass von Minderjährigen erzielte Gewinne nicht ausgezahlt werden.

Die Landesmedienanstalten und der VPRT haben sich darauf geeinigt, darauf hinzuwirken, dass die neuen Regeln Eingang in den 10. Rundfunkstaatsvertrag finden. Sollte sie dort als Norm verankert werden, haben die Landesmedienanstalten die Möglichkeit, auf dieser Basis Richtlinien zu formulieren. Wird gegen diese verstoßen, können Bußgelder verhängt werden. Ziel der privaten Anbieter ist es, eine bessere Rechtssicherheit und eine verstärkte Akzeptanz für Call-in-Formate zu erzielen. rid



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