Medienrat Bayern entscheidet über private Sportwetten

Freitag, 30. Juni 2006

Im Streit um die TV-Werbung für private Anbieter von Sportwetten entscheidet heute der Medienrat, ob die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) Werbespots von privaten Wettanbietern verbieten muss. Die Bayerische Landesregierung hält nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zum staatlichen Wettmonopol private Anbieter für illegal. Offenbar wurde die BLM angewiesen, die Werbung für diese Anbieter zu unterbinden. Die BLM hält private Sportwetten indes für rechtens und beruft sich auf anderslautende Urteile des Bundesgerichtshofs. Vor allem das in Unterföhring bei München ansässige Deutsche Sportfernsehen DSF verdient gut an Werbeerlösen des privaten Sportwettenanbieters Betandwin. In zwei Sitzungen in dieser und der kommenden Woche versucht unterdessen die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), mit privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern, "gleichgerichtete Maßnahmen gegen Werbung für illegale Sportwetten" abzustimmen.

Am Mittwoch hat das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden, dass private Sportwettenanbieter in Nordrhein-Westfalen illegal sind. Betandwin hält das Urteil für einen "handfesten Skandal" und will seine Wetten auch in NRW weiterhin anbieten. dhe



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