Medienmittwoch: Experten diskutieren Zukunft des Corporate Publishing

Donnerstag, 14. August 2008

Trotz der wachsenden Bedeutung digitaler Medien im Corporate Publishing wird Print nicht verdrängt. Zu diesem Ergebnis kam die Mehrheit der Experten während der Podiumsdiskussion beim gestrigen Medienmittwoch in der BMW-Niederlassung in Frankfurt. "Die Entweder-Oder-Frage nach dem Einsatz von Verbreitungskanälen ist falsch. Welches Medium sich eignet, hängt von der jeweiligen Zielgruppe und Nutzungssituation ab", sagt Volker Knauer, Leiter Konzern-Medien/Interne Kommunikation der Deutschen Bahn. Der Tiefkühlkosthersteller Frosta setzt in seiner Kundenkommunikation indes ausschließlich auf elektronische Medien. "Die Umsetzung ist wesentlich kostengünstiger und eine Nutzungsmessung lässt sich leichter vornehmen", argumentiert Torsten Matthias, Trademarketing Leiter, Frosta.

Neben der Digitalisierung identifizierten die Experten weitere Trends im CP-Geschäft. Dazu gehören die Internationalisierung von Unternehmenspublikationen und die wachsende Bedeutung der derzeit noch meist stiefmütterlich behandelten Erfolgsmessung.

Auch die zunehmende Konkurrenz für CP-Dienstleister durch klassische Werbeagenturen wurde angesprochen. Andreas Siefke, Geschäftsführer des Hoffmann und Campe Verlags, und Christian Fill, Verlagsleiter Business to Business Burda Yukom Publishing, nehmen die neuen Wettbewerber durchaus ernst. Dennoch betonen sie die eigenen Stärken. "Während viele Agenturen Know-how in der Programmierung haben, liegen unsere Vorteile in der redaktionellen Umsetzung", sagt Siefke.

Doch statt gegeneinander, gelte es, miteinander zu arbeiten. Damit sich ein Unternehmen mit einem glaubwürdigen und einheitlichen Auftritt präsentieren könne, müssten alle Disziplinen - von der klassischen Werbung, über Media bis hin zum Corporate Publishing - eng kooperieren. bn

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