Medienmarkt 2011: Internet überholt Zeitschrift als Werbemedium

Donnerstag, 21. Juni 2007

Die Werbeerlöse steigen laut Pricewaterhouse Coopers (PWC) von 2007 bis 2011 voraussichtlich um 5,4 Prozent jährlich auf knapp 531 Milliarden US-Dollar. Dies prognostiziert die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft in ihrer Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2007 - 2011". Mit einem jährlichen Plus von durchschnittlich 5,1 Prozent auf rund 197 Milliarden US-Dollar verteidigt das Fernsehen seine Position als umsatzstärkstes Werbemedium vor den Zeitungen (Wachstum von 2,7 Prozent auf 133 Milliarden US-Dollar). Die relativ höchsten Zuwächse erwartet PWC im Bereich der Online-Werbung. Mit einer jährlichen Steigerung von 18,3 Prozent auf mehr als 73 Milliarden US-Dollar wird das Internet in vier Jahren die Zeitschrift als drittwichtigstes Werbemedium abgelöst haben.

Die gesamten Erlöse der Medien- und Unterhaltungsindustrie im Jahr 2011 beziffert PWC auf knapp zwei Billionen-US-Dollar, was eine jährliche Steigerung von 6,4 Prozent bedeutet. Die USA bleiben mit einem jährlichen Zuwachs von 5,3 Prozent und einem Umsatz von über 754 Milliarden US-Dollar mit Abstand der größte Medienmarkt der Welt. Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika liegt an zweiter Stelle (617 Milliarden US-Dollar), gefolgt von Asien (470 Milliarden US-Dollar).

Vor allem China wird laut PWC mit riesigen Schritten aufholen. In vier Jahren wird das Land mit einem Umsatz von voraussichtlich knapp 170 Milliarden US-Dollar zum zweitgrößten Medienmarkt nach den USA aufgestiegen sein. Für die deutsche Medien- und Unterhaltungsbranche erwartet die Studie einen Umsatz von rund 101 Milliarden US-Dollar. Damit würde Deutschland auf dem europäischen Markt Platz zwei belegen - hinter Großbritannien und deutlich vor Frankreich. bn

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