Medienkongress: Abverkaufsmedien Radio und Out of Home wollen Marktanteile gewinnen

Mittwoch, 21. Januar 2009
FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth
FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth

Die Vermarkter von Hörfunk und Out-of-Home-Medien sehen mit Optimismus in das Jahr 2009. Die Vermarkter beider Werbeträger geben sich auf dem Radio/Out-of-Home-Panels des 1. Deutschen Medienkongresses in Frankfurt zuversichtlich, in der Krise ihre Stärken als Abverkaufsmedium ausspielen zu können. "Jahrelang wurde Radio wegen seiner Abverkaufsstärken von anderen Werbeträgern belächelt, in diesen Zeiten wollen sich nun alle plötzlich selbst als Abverkaufsmedien profilieren", gibt RMS-Chef Andreas Fuhlisch einen Seitenhieb in Richtung der vorangegangenen Diskussionsbeiträge von Print- und TV-Vertretern.

FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth sieht in seiner Keynote die zuletzt guten Ergebnisse der Gattung als gutes Omen für 2009: "Radio hatte im Vergleich zu anderen Medien ein gutes 4. Quartal 2008, und auch der Januar liegt bislang über den Erwartungen". AS&S-Radio-Geschäftsführerin Esther Raff verbindet mit dieser Entwicklung die Hoffnung, einen höheren Marktanteil für die Gattung zu erreichen. "Das Medium wird noch nicht entsprechend seines Leistungspotenzials gebucht, das kann nicht so bleiben."

Udo Müller, Vorstandsvorsitzender von Stroër
Udo Müller, Vorstandsvorsitzender von Stroër
In eine ähnliche Richtung argumentiert Jan Hardorp, "Nach der Konsolidierungsphase ist die Professionalisierung der Vermarktung noch jung, die MA Plakat und die weitere systematische Erschließung von Vermarktungsbereichen wie etwa Bahnhöfe werden uns weiter Auftrieb geben.", ist sich der Geschäftsführer des größten deutschen OoH-Vermarkters Stroër Sales & Services sicher. Stroër-Vorstandsvorsitzender Udo Müller sieht OoH-Medien bereits durch die zunehmende Mobilität der Gesellschaft im Aufwind. Diese bringe immer mehr Menschen in Kontakt mit Außenwerbeangeboten. Vor allem an strategischen Engpässen von Verkehrswegen ließen sich dadurch dominierende Aufmerksamkeitseffekte erzielen. joz
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