Medienhüter verhängen erneut Geldbußen gegen 9Live

Mittwoch, 24. Februar 2010
Der Call-In-Sender steht erneut am Pranger.
Der Call-In-Sender steht erneut am Pranger.

Die Medienaufsicht hat 9Live erneut eine hohe Geldstrafe wegen Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung aufgedrückt. "Wegen irreführender Aussagen, Vorspiegelung von Zeitdruck und Verletzung von Hinweispflichten" hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) Bußgelder von insgesamt 115.000 Euro gegen den Call-In-Sender verhängt. Aber nicht nur 9Live steht am Pranger: Das DSF muss 10.000 Euro bezahlen, Super RTL 5.000 Euro. Nach Ansicht der Medienhüter haben die Sender gegen die seit rund einem Jahr geltende Gewinnspielsatzung verstoßen. Die Satzung sollte für mehr Transparenz bei den oft undurchsichtigen Gewinnspielsendungen sorgen. So müssen unter anderem die Spielregeln nachvollziehbar sein, die Teilnahmebedingungen regelmäßig eingeblendet werden und der Jugendschutz gewährleistet sein. Offenbar legen die Sender die Regeln aber allzu häufig noch sehr frei aus. Allein im vergangenen Jahr hat die ZAK in 25 Fällen Bußgelder in Höhe von 280.000 Euro verhängt. Auch gegen Sat 1 und Kabel Eins wurden kürzlich Strafen ausgesprochen. dh
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