Medienhüter fordern Stellungnahmen zu Digitalradio

Dienstag, 25. März 2008
Fordert tragfähiges Gesamtkonzept: Thomas Langheinrich
Fordert tragfähiges Gesamtkonzept: Thomas Langheinrich

Die Landesmedienanstalten starten ein Anhörungsverfahren (Call für Interest) für digitale Hörfunkangebote. Radio-Anbieter sollen detaillierte Angaben zu geplanten digitalen Angeboten machen. Die Medienhüter wollen damit den Bedarf an zukünftiger digitaler Übertragungskapazität ermitteln und die erforderlichen regulatorischen Rahmenbedingungen auf den Weg bringen. "Wir brauchen von allen Beteiligten mehr als die bloße Erklärung, man wolle beim zukünftigen Digitalradio dabei sein", sagt Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). "Was wir benötigen ist ein tragfähiges Gesamtkonzept, das die neuen Programmangebote, die technischen Empfangsmöglichkeiten, die Finanzierung des Netzes und die erforderlichen Geräte mit einbezieht. Der Call for Interest soll dazu wichtige Anhaltspunkte bringen." Auch die Digitalstrategie von ARD und Deutschland-Radio müssten in das Gesamtkonzept mit einbezogen werden.

Radioanbieter sollen bis Ende April neben einem Gesamtkonzept unter anderem auch Details zu Programminhalt, Finanzierung, Geschäftsmodell, Übertragungsstandard und Infrastruktur vorlegen. "Es besteht für die Veranstalter die große Chance, aktiv die Rahmenbedingungen für die zukünftige digitale Rundfunkordnung zu gestalten", betont der Hörfunkbeauftragte der DLM, Gerd Bauer. dh

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