Mediengruppe Tele München vermeldet Rekordumsatz

Mittwoch, 11. Mai 2011
Herbert Kloibers Tele München feierte 2010 den 40. Geburstag
Herbert Kloibers Tele München feierte 2010 den 40. Geburstag

Herbert Kloiber hat Grund zur Freude: Nach dem Rekordjahr 2009 erzielte seine Mediengruppe Tele München (TMG) auch im Geschäftsjahr 2010 einen neuen Spitzenwert und steigerte den Umsatz auf 313 Millionen Euro (2009: 289 Mio.). Zusammen mit der Kinokette Cinemaxx, an der Kloiber rund 74 Prozent hält, konnte das Unternehmen einen Umsatz von 512 Millionen Euro erreichen, was einer Steigerung von sieben Prozent gegenüber 2009 entspricht. Dafür ist nicht zuletzt der anhaltende 3D-Boom verantwortlich: Der brachte Cinemaxx einen Umsatz von 205 Millionen Euro und damit gut 10 Millionen mehr als im vorletzten Geschäftsjahr.

Die Kernbereiche Lizenzhandel, Filmverleih und Home Entertainment (DVD-Vertrieb) verzeichneten einen Brutto-Umsatz von über 200 Millionen Euro. Wieviel dieses Ergebnis das aus dem Jahre 2009 übertrifft, teilte TMG nicht mit. Allerdings konnten der Concorde Filmverleih und Concorde Home Entertainment mit Titeln wie "Shutter Island" oder dem dritten Teil der Twilight-Saga "Bis(s) zum Abendrot" das beste Jahr seit der Gründung verbuchen. Das börsennotierte Dienstleistungsunternehmen Cine Media steuerte zudem einen Umsatz von knapp 50 Millionen Euro zu dem Ergebnis bei.

Das Fernsehgeschäft erwies sich nach Angaben von TMG einmal mehr als "stabile Investition", genaue Zahlen gibt es für diesen jedoch Bereich nicht. Das Unternehmen teilte lediglich mit, dass besonders der österreichische Sender ATV von Steigerungen der Marktanteile und Werbeeinnahmen profitieren konnte. Neben ATV und Tele 5 hält Tele München auch Anteile an RTL 2.

Geschäftsführer Kloiber äußerte sich gegenüber dem "Handelsblatt" zufrieden: "Das Jahr 2010 hat sich für uns erfreulicher entwickelt als wir urspünglich erwartet haben." Für das laufende Geschäftsjahr und insbesondere für den Fernsehmarkt tritt Kloiber jedoch auf die Bremse: "Ich erwarte im Fernsehgeschäft in diesem Jahr bestenfalls eine Stagnation, wenn es gut läuft."
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