Mediengruppe RTL beendet DVB-T-Übertragung in Nürnberg

Donnerstag, 07. Oktober 2010
Die Mediengruppe nutzt ihr Sonderkündigungsrecht
Die Mediengruppe nutzt ihr Sonderkündigungsrecht

Ab 1. November wird die Mediengruppe RTL Deutschland ihre Sender RTL, Vox, RTL II und Super RTL im Großraum Nürnberg nicht mehr per DVB-T übertragen. Die Bundesnetzagentur hat die bisher genutzten Frequenzen nun dem Mobilfunk für die Breitbandversorgung des ländlichen Raums zugewiesen. Da ein störungsfreier Empfang nach einem Frequenzwechsel nicht sicher ist, sich das Unternehmen dazu entschied, zukünftig auf den Übertragungsweg zu verzichten. Grundsätzliche habe die Mediengruppe kein Problem damit, Frequenzen für mobiles Internet frei zu machen, sagt Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL. "Wir haben erwartet, dass der Rundfunk für unsere Zuschauer weiterhin störungsfrei zu empfangen ist und wirtschaftlich keinen Schaden nimmt. Da dies bis zum heutigen Tag nicht geklärt wurde, sind wir gezwungen, die angekündigten Konsequenzen zu ziehen." Die Sendergruppe hat von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, das ihr im Falle eines Frequenzwechsels zusteht.

Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) bedauert den Ausstieg des Unternehmens, insbesondere, da nun auch das lokale Fenster von RTL nicht mehr über DVB-T übertragen wird. Die frei werdenden Übertragungskapazitäten in Nürnberg, die nicht für das mobile Internet gebraucht werden, will das BLM unverzüglich neu ausschreiben. hor
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