Mediengruppe RTL Deutschland steigert Umsatz

Dienstag, 13. November 2012
RTL Deutschland-CEO Anke Schäferkordt
RTL Deutschland-CEO Anke Schäferkordt


Dank leicht höherer TV-Werbeeinnahmen der Mediengruppe RTL Deutschland und steigenden Umsätzen des Produktionsarms Fremantle Media, kann die RTL Group ihren Umsatz im 3. Quartal um 5,5 Prozent auf 1,296 Milliarden Euro steigern. Außer Deutschland verbuchten jedoch alle anderen europäischen TV-Märkte des Konzerns im 3. Quartal einen Rückgang.
Das operative Ergebnis von Europas größtem TV-Konzern ist um 5,8 Prozent auf 165 Millionen Euro gestiegen und liegt damit über dem Vorjahreswert von 156 Millionen Euro. Zu der Ergebnissteigerung hat jedoch vor allem Fremantle beigetragen.

Für die ersten neun Monate bedeutet das eine Umsatzsteigerung von 4 Prozent auf 4,111 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von 671 Millionen Euro. Insgesamt sinkt das Ergebnis damit um knapp 10 Prozent. Zwar lieferte Deutschland einen höheren Beitrag zum Ergebnis ab, schwierige Verhältnisse in anderen, von der Wirtschaftskrise gebeutelten Märkten, höhere Programminvestitionen sowie Portfolioeffekte wie die Veräußerung der niederländischen Radiosender haben den Anstieg jedoch überkompensiert.

Zum 30. September verfügte die RTL Group über Netto-Barmittel von 769 Millionen Euro (30.September 2011: 970 Millionen Euro).

Für das Gesamtjahr erwarten die RTL-CEOs Anke Schäferkordt und Guillaume de Posch ein solides Ebita-Niveau, allerdings unterhalb des Rekordwertes von 2011. Im vergangenen Jahr erzielte die Gruppe ein Reported Ebita von 1,13 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 5,77 Milliarden Euro.

Hierzulande steht RTL im 3. Quartal besser da, als Pro Sieben Sat 1. Der Konkurrent musste im Bereich deutschsprachiges Free-TV einen Umsatzrückgang von 3,2 Prozent hinnehmen. Damit konnte RTL sein Inventar besser kapitalisieren - trotz seit Jahresbeginn deutlich gesunkener Zuschauermarktanteile. Mit einem Marktanteil von 16,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen in den ersten zehn Monaten des Jahres konnte Flaggschiff RTL seine Marktführerposition zwar halten, im Vergleich zu 2011 bedeutet dies jedoch einen deutlichen Rückgang. Im Mittel lag der Sender vergangenes Jahr bei 18,4 Prozent - und damit um satte 2,3 Prozentpunkte höher. 

Zwar hat auch Sat 1 verloren - der Rückgang von 10,6 Prozent in 2011 auf 9,9 Prozent in den ersten zehn Monaten diesen Jahres, mutet dagegen fast schon moderat an. pap
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