Mediengruppe Ippen schließt Berlin-Büro

Montag, 08. Februar 2010
Verleger Dirk Ippen verzichtet auf ein eigenes Hauptstadt-Büro
Verleger Dirk Ippen verzichtet auf ein eigenes Hauptstadt-Büro

Die Tageszeitungen der Mediengruppe von Verleger Dirk Ippen müssen künftig ohne eigene Berlin-Korrespondenten auskommen. Mit dem Weggang der beiden bisherigen Berlin-Korrespondenten Ines Pohl und Holger Eichele wird das gemeinsame Hauptstadt-Büro von Tageszeitungen wie "Münchner Merkur" und der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen" geschlossen, die Stellen werden nicht nachbesetzt. Pohl hat im vergangenen Sommer die Chefredaktion der "taz" übernommen, Eichele ist seit Dezember Pressesprecher im Bundeslandwirtschaftsministerium. Verleger Ippen will nun erst einmal prüfen, welche Bedeutung ein eigenes Berlin-Büro im Internet-Zeitalter überhaupt noch habe, schreibt der "Focus". Zudem will der Verleger abwarten, wie sich der Umzug der Deutschen Presse-Agentur von Hamburg nach Berlin auf die politische Berichterstattung auswirkt.

Ippen hat bereits mehrfach bewiesen, dass er mit spitzer Feder rechnet und sich keine Denkverbote auferlegt. So hat die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" im vergangenen Jahr sechs Wochen lang probeweise auf die Nachrichtenagentur dpa verzichtet. Zudem forderte Ippen, dass sich die genossenschaftliche organisierte Nachrichtenagentur schlanker und flexibler aufstellen und sich neue Erlösquellen erschließen müsse. dh
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