Mediendialog: Experten fordern Schutz der Urhebberrechte

Montag, 04. Juni 2007

Mit vehementen Appellen für Bezahlfernsehen und zum Schutz der Urheberrechte startete der Internationale Mediendialog im Hamburger Rathaus. "Ohne den Schutz der Copyrights kreativer Produzenten funktionieren die Geschäftsmodelle in der digitalen Welt nicht", sagte Gerhard Zeiler, Chef der RTL Group. Guillaume de Posch, Vorstandsvorsitzender von Pro Sieben Sat 1, wies darauf hin, dass die Sender das Risiko neuer teurer Shows tragen - daher sollten sie auch dafür bezahlt werden.

Eine Verschlüsselung der digitalen Signale forderte Ferdinand Kayser, CEO des Luxemburger Satellitenbetreibers SES Astra: "Um den Sendern eine direkte Adressierung ihrer Endkunden für zielgruppengenaue und regionale Ausstreuerung der Programme und Werbung bieten zu können, brauchen wir Abonnement-Modelle auch im Fernsehen."

Vor rund 600 Teilnehmern diskutieren zur Stunde führende Repräsentanten des nationalen und internationalen Mediengeschäfts den Einfluss der Digitalisierung auf die Geschäftsfelder Fernsehen, Verlagswesen und Werbung. Der Internationale Mediendialog wird veranstaltet vom Senat der Hansestadt in Zusammenarbeit mit der Hamburger Medienwirtschaft. rp

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