Medienbranche mit robustem Wachstum bis 2010

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Die deutsche Medien- und Unterhaltungsbranche wird bis 2010 schneller wachsen als die Gesamtwirtschaft. Das prognostiziert die Studie "German Entertainment & Media Outlook 2006" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC). Die Studie sagt der Branche ein jährliches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent auf gut 70 Milliarden Euro im Jahr 2010 voraus. Das Bruttoinlandsprodukt legt dagegen nach Ansicht der Experten von PWC lediglich um 1,6 Prozent pro Jahr zu. PWC erwartet einen Anstieg der Werbeeinnahmen insgesamt um durchschnittlich 3,1 Prozent im Jahr von aktuell rund 13,1 Milliarden Euro auf knapp 15,3 Milliarden im Jahr 2010. Das Fernsehen wächst parallel zum Werbemarkt ebenfalls um 3,1 Prozent jährlich und bleibt mit Gesamterlösen in Höhe von rund 13,6 Milliarden Euro das umsatzstärkste Medium. Die TV-Werbeeinnahmen legen laut PWC allerdings nur noch moderat um durchschnittlich 2,2 Prozent im Jahr zu.

Das Internet bleibt in den kommenden fünf Jahren hinter der Videospiel-Branche das wachstumsstärkste Mediensegment. Der Gesamtumsatz aus Zugangsentgelten und Werbeerlösen dürfte bis 2010 um jährlich 10,5 Prozent auf gut 11,4 Milliarden Euro steigen. Der größte Anteil entfällt mit 10,8 Milliarden Euro aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Breitbandanschlüssen auf die Zugangsentgelte. Die Werbeeinnahmen steigen im Schnitt um jährlich 13 Prozent auf 620 Millionen Euro bis 2010.

Der Markt für Printmedien wächst in den kommenden Jahren nur noch langsam. Der Umsatz steigt nach Ansicht der Autoren von knapp 23,4 Milliarden Euro auf voraussichtlich rund 25,6 Milliarden. Damit verringert sich der Anteil der Printmedien am Gesamtumsatz der Medien- und Unterhaltungsindustrie von aktuell 40,7 Prozent auf 36 Prozent. dhe

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