Medienaufsicht: "Schwer verliebt" rechtlich nicht zu beanstanden

Donnerstag, 09. Februar 2012
Die Medienhüter sehen in der Kuppelshow keinen Verstoß
Die Medienhüter sehen in der Kuppelshow keinen Verstoß

Schwer unter Beschuss geriet Sat 1 im November, als bekannt wurde, dass einige Kandidaten der Kuppelshow "Schwer verliebt" sich angeblich nicht im Klaren darüber waren, worauf sie sich bei der Sendung einließen. Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz sieht jedoch keinen Verstoß gegen Programmgrundsätze. Die Empörung war groß, als sich im November eine Kandidatin in der "Rhein Zeitung" über die Folgen ihrer öffentlichen Bloßstellung und die Vertragsbedingungen mit der Produktionsfirma von "Schwer verliebt" ausließ. Die Vorwürfe wogen schwer: Ein Kandidat soll sogar geistig beinträchtigt gewesen sein. Selbst Kurt Beck, seines Zeichens Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, meldete sich zu Wort und forderte eine Überprüfung des Formats.

Die für Sat 1 zuständige Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) nahm das Format daraufhin noch einmal unter die Lupe. Der Programmausschuss der LMK kam allerdings zu dem Schluss, dass dem Sender weder ein Verstoß gegen geltende Programmgrundsätze noch gegen die Menschenwürde vorgeworfen werden können, meldet epd. Über geschmackliche Fragen haben die Medienwächter bekanntlich nicht zu entscheiden. Sat 1 hat mittlerweile eine zweite Staffel von "Schwer verliebt" angekündigt. dh
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