Medienanstalten machen Weg frei für Handy-TV

Dienstag, 15. Januar 2008
Handy-TV kann kommen
Handy-TV kann kommen

Etappensieg für Mobile 3.0: Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten hat sich darauf verständigt, das Bewerberkonsortium für den Versuchsbetrieb von Handy-TV im Standard DVB-H zu empfehlen. Die notwenigen Genehmigungen durch die einzelnen Landesmedienanstalten sind nun eigentlich nur noch eine Formalie. Damit kann Handy-TV per DVB-H voraussichtlich rechtzeitig zur Fußball-Europameisterschaft starten. "Wir haben an einem Strang gezogen, um in kürzester Zeit DVB-Handy Fernsehen in Deutschland möglich zu machen", sagt der neue Vorsitzende der Direktorenkonferenz, Thomas Langheinrich: "Jetzt muss der Markt über den Erfolg entscheiden." Neben den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF werden RTL, Vox, Sat 1, und Pro Sieben von Anfang an mit dabei sein. Mit N24 und N-TV werden zudem zwei Informationsprogramme via Handy TV übertragen. Dazu kommen mit Digital 5, Big Buddy und Kick FM Angebote von Hörfunkveranstaltern. Ein Grundkonzept für regionale Angebote soll in den nächsten Wochen vervollständigt werden.

Nach den Aufbau des Sendernetzes soll Mobile 3.0 nun spätestens am 1. Juni sein Angebot starten. Das Unternehmen ist ein Joint Venture von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland und Neva Media. Das Gemeinschaftsunternehmen verfügt über die Unterstützung der Medienkonzerne Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck, die an Neva Media beteiligt sind, sowie des international tätigen Medien- und Technologiekonzerns Naspers, der größter Gesellschafter der MFD Mobiles Fernsehen Deutschland ist. dh



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