Medien polieren Bilanz mit Eigenwerbung auf

Mittwoch, 10. Oktober 2001
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Bruttowerbeinvestition Eigenwerbung USA Werbeausfall


Die Bruttowerbeinvestitionen der klassischen Medien sind in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent auf 23,9 Milliarden Mark gesunken. Dabei haben vor allem die Werbeausfälle in Folge der Terroranschläge in den USA die Einnahmen der Medien im dritten Quartal gedrückt. Allein im September gaben die Werbekunden 9 Prozent weniger aus.

In den ersten drei Quartalen haben die Printmedien ein Minus von 6,1 Prozent verbucht. Die Einnahmen der TV-Sender gingen um 3,2 Prozent zurück, der Hörfunk verlor sogar 9,6 Prozent. Mit einem Anteil von rund 10 Prozent an den Werbeausgaben (2,4 Milliarden Mark) waren die klassischen Medien selbst ihre besten Kunden.

Um die Bruttobilanz im rückläufigen Werbemarkt aufzubessern, gaben sie sogar 3 Prozent mehr als im Vorjahr für Werbung aus. Auf Platz 2 steht die Automobilbranche mit Werbeinvestitionen in Höhe von 2,3 Milliarden Mark (plus 1 Prozent).
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