Medien bleiben Werbechampions

Montag, 10. Dezember 2001

Im November konnten die klassischen Medien ihre Brutto-Werbeerlöse laut AC Nielsen Werbeforschung auf den Jahresrekordwert von 3,34 Milliarden Mark steigern. Doch die Freude über den Verkaufserfolg hält sich bei den Werbevermarktern in Grenzen: Im Vorjahresvergleich weisen die klassischen Medien mit einem Umsatzminus von 10,3 Prozent erstmals in diesem Jahr einen zweistelligen prozentualen Schwund aus.

Auch die einzelnen Mediengattungen weisen, bis auf Plakat, das 2001 unter Schwankungen durch die Umstellung der Erhebungsmethode leidet, erstmals in diesem Jahr durchgängig zweistellige Umsatzverluste aus. Wichtigster Werbeträger war auch im November TV mit einem Brutto-Werbeumsatz von 1,5 Milliarden Mark (-10,1 Prozent), gefolgt von den Publikumszeitschriften mit 810 Millionen Mark (-10,6 Prozent) und den Zeitungen mit 667 Millionen Mark (-10,3 Prozent).

In der Gesamtbetrachtung profitiert die Werbestatistik allerdings von dem vergleichsweise werbefreundlichen Klima des Frühjahrs: Die kumulierten Werte von Januar bis November ergeben ein vorläufiges Jahresminus von 6 Prozent. Diesen vergleichsweise freundlichen Wert haben sich die Werbemedien allerdings mit massiven Investitionen in die Eigenwerbung erkauft. Mit gut 3 Milliarden Mark Werbeausgaben seit Jahresanfang haben sich die klassischen Werbeträger in diesem Jahr auch zu den größten Werbungtreibenden entwickelt.
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