Medien-Studie 2006: Medien mit lukrativer Zukunft

Freitag, 08. Februar 2002

Die Medien stehen bei den Deutschen nach wie vor hoch im Kurs. Bis zum Jahr 2006 wird das Medienbudget der Haushalte mit jährlich 3,4 Prozent überproportional wachsen. Zu diesem Schluss kommt die Medien-Studie 2006 von Hypo-Vereinsbank und Mercer Management Consulting unter dem Titel "Zukünftige Trends in der Medienlandschaft", die heute in Berlin präsentiert wurde.

Mit einem Anstieg von 6,9 Prozent pro Jahr werden dabei vor allem die Ausgaben für den Bereich Film und Fernsehen stark zulegen. "Wir werden wesentlich mehr ausgeben für Medien und auch wesentlich mehr dafür erhalten", so Alexander Mogg von Mercer Managing Consulting. Der Verbraucher werde künftig mehrere Verbreitungswege nutzen, um ein und denselben Inhalt zu bekommen. Dabei sieht die Studie die Endgerätehersteller auch als Initialzünder für integrierte Mediendienste. Der Konsument entscheidet, wie er sich die Inhalte holt.

So vermerkt die Studie ein hohes Interesse an interaktiven TV-Diensten. Das wiederum erfordere ein Nachdenken über neue Geschäftsmodelle. Heutige Werbemodelle kämen durch das Überspringen oder Wegzappen der Werbepause unter Druck. Vor allem spielfilmorientierte Sender würden durch das Konzept von zeitversetztem Fernsehen zu neuen Formaten gezwungen werden. Die Studie geht von einem "Collapse of the middle" aus und benennt hier etwa Kabel 1, RTL 2, Vox und Super RTL. Aufgrund dieser Trends könnte vor allem das deutsche Pay-TV-Geschäft neue Impulse bekommen. Nach der Untersuchung ist das Interesse dreimal so groß wie die aktuelle Kundenbasis.
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