Medien-Ranking: Online-Suchumsätze katapultieren Google auf ersten Rang

Dienstag, 04. Juni 2013
Firmenlogo (Foto: Zenith Optimedia)
Firmenlogo (Foto: Zenith Optimedia)

Google hat sich die Spitzenposition im Ranking der "Top Thirty Global Media Owners", das von Zenith Optimedia herausgegeben wird, gesichert. Der Bericht beinhaltet die 30 weltgrößten Medienunternehmen, sortiert nach den Umsätzen aus dem Mediengeschäft. Im letzten Report 2010 lag Google noch auf Rang 2. Die neue Liste bezieht sich allerdings noch auf das Geschäftsjahr 2011. Sie umfasst den Medienumsatz, der laut Mitteilung von Zenith Optimedia definiert ist als "die Summe der Umsätze, die aus Geschäften stammen, mit denen die Werbung gefördert wird". Damit sind also nicht nur die Werbeumsätze selbst gemeint, sondern auch Einnahmen aus dem Vertrieb von Zeitungen, Zeitschriften oder Abonnementumsätze aus dem Pay-TV.

Ranking der globalen Medieneigentümer nach Einnahmen aus dem Mediengeschäft 2011/2012 (in Mrd. US-Dollar)

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Auf Google entfallen dabei allein 49 Prozent der weltweiten Investitionen in Internetwerbung. Zum Vergleich: Yahoo (Platz 15) mit 6 Prozent sowie Microsoft (26.) und Facebook (27.) mit je 4 Prozent liegen in dieser Kategorie abgeschlagen hinter der Suchmaschine. Twitter hat es mit nur 140 Millionen US-Dollar Umsatz nicht in die Top 30 geschafft.

Zenith Optimedia begründet die klare Vormachtstellung von Google mit deren Dominanz im Suchmaschinenmarkt. So habe das Unternehmen ausreichend Cashflow generieren können, um in sämtliche Kanäle der digitalen Werbung zu expandieren, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Durch die Investition in Youtube steht Google auch im Onlinevideomarkt an der Spitze. Der überwiegende Teil der Medienumsätze wird dennoch von traditionellen Medien- und Unterhaltungsunternehmen erzielt. 22 der 30 gelisteten Firmen haben ihr Hauptgeschäft nicht im digitalen Bereich und vereinen mit 161 Milliarden US-Dollar 61 Prozent des Gesamtumsatzes der Top 30.

Acht der zehn Erstplatzierten haben ihren Sitz in den USA, die anderen beiden kommen aus Europa, darunter auch Bertelsmann auf Platz 7. Außerdem sind aus Deutschland Axel Springer (Rang 21) und Pro Sieben Sat 1 (28.) vertreten. Insgesamt kommen 16 Firmen aus den USA, neun aus Europa und drei aus Japan. tt
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