Mediasystem: IP Deutschland kommt Agenturen mit neuem Vermarktungsmodell entgegen

Donnerstag, 18. Oktober 2007
Gewährt Agenturen weiterhin Vorteile: IP-Manager Matthias Dang
Gewährt Agenturen weiterhin Vorteile: IP-Manager Matthias Dang

Eine Woche nach Seven-One Media legt nun auch der Kölner TV-Vermarkter IP Deutschland sein künftiges Angebotsmodell vor. Die IP unterscheidet zwischen Direkt- und Agenturkunden. Schließt der Kunde unmittelbar mit der IP einen Vertrag über die Werbebuchung ab, gehen alle erzielten Rabatte direkt an ihn. Ist die Agentur Vertragspartner kommen die Vorteile - zum Beispiel aus dem Poolen von Etats - zunächst ihr zugute. Der Wettbewerber Seven-One Media vergibt keine Agenturkonditionen mehr und zahlt stattdessen ein Honorar für "planungsneutrale" Leistungen. "Die Agenturen sind für uns eine entscheidungsrelevante Stufe. Sie bekommen weiterhin Vorteile von uns. Wie damit umgegangen wird, müssen Kunde und Agentur im bilateralen Vertragsverhältnis regeln, das ging und geht uns nichts an", erklärt IP-Verkaufschef Matthias Dang im HORIZONT-Interview.

Das Angebot der Kölner setzt sich künftig aus Basis- und Max3-Buchungen zusammen, die unabhängig von einander verhandelt und rabattiert werden. Die vertraglich fixierte Basisbuchung des Volumens auf das Kalenderjahr muss spätestens im ersten Buchungsmonat vereinbart sein. Rückwirkende Rabatte - so will es das Kartellamt - werden abgeschafft. Unterjährig kann über die sogenannte Max3-Buchung für einen Zeitraum von höchsten drei Monaten Werbung platziert werden. Alle Preislistenrabatte entfallen - ein Punkt, den die Mediaeinkäufer bislang kritisch sehen. Dafür vergibt die IP im Gegensatz zu Seven-One weiter Naturalrabatte. he

Mehr dazu in der neuen Ausgabe von HORIZONT vom heutigen Donnerstag.



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