Mediaradar: Quo vadis, "Neon"?

Freitag, 31. Mai 2013
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Der "Stern"-Ableger "Neon" von Gruner + Jahr ist eine der erfolgreichsten Magazin-Neugründungen der vergangenen Jahre. Seit dem Start des Magazins für junge Erwachsene im Jahr 2003 kannte die Auflage jahrelang nur eine Richtung: nach oben. Zuletzt mussten die erfolgsverwöhnten Macher allerdings einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Das waren noch Zeiten: 2003 entwickelten Timm Klotzek und Michael Ebert für Gruner + Jahr mit "Neon" eine Zeitschrift für junge Erwachsene, die in der Zielgruppe einschlug wie eine Bombe: Bereits nach zwei Jahren knackte das in der "Stern"-Markenfamilie erscheinende Magazin die Marke von 100.000 Exemplaren, 2007 übersprang das Heft die Schwelle von 200.000 Stück. Danach verlangsamte sich das Wachstum der verkauften Auflage zwar, es ging aber nach wie vor aufwärts: Im 3. Quartal 2011 erreichte "Neon" mit einer verkauften Auflage von 254.807 Exemplaren seinen vorläufigen Höhepunkt. Besonders erfreulich für Gruner + Jahr: Der größte Teil der verkauften Auflage entfällt auf die harten Kategorien Einzelverkauf und Abonnement. Die Zahl der Abonnenten liegt seit Jahren stabil bei über 50.000.

Zuletzt hat die zuvor makellose Auflagenbilanz von "Neon" aber ein paar Kratzer bekommen: Nach dem starken 3. Quartal 2011 sackte die verkaufte Auflage um rund 30.000 Hefte ein. Im 2. Quartal 2012 erholte sich die Auflage zwar kurzzeitig und übersprang zum zweiten Mal die Marke von 250.000 Exemplaren - in der Folge brachen die Verkaufszahlen allerdings auf unter 200.000 Exemplare (exakt 199.227) im 4. Quartal 2012 ein. Für das 1. Quartal dieses Jahres wies die IVW eine verkaufte Auflage von rund 220.000 Exemplaren aus.

Noch kann sich "Neon" auf eine treue Fangemeinde verlassen - die erste Generation der "Neon"-Leser dürfte sich das alte Motto "Eigentlich sollten wir erwachsen werden" aber inzwischen zu Herzen genommen haben. Nicht umsonst hat die Redaktion mit "Nido" 2009 einen Ableger für junge Eltern auf den Markt gebracht. In der Kernzielgruppe der 20- bis 35-Jährigen urbanen Leser dürfte "Neon" seine Wachstumsgrenze aber inzwischen erreicht haben. In den kommenden Jahren wird es nun darauf ankommen, ob das Magazin auch die nachfolgenden Generationen der Digital Natives zum Gang an den Kiosk bewegen kann. dh

Auflagenentwicklung von "Neon" seit 2007

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