Mediaanalyse Radio 2002/I: SWR 1 Rheinland-Pfalz ist kaum zu bremsen

Mittwoch, 06. März 2002

Kaum ein Medium hat eine so treue Fangemeinde wie der Hörfunk. Dies bestätigt die Mediaanalyse Radio 2002/I, die heute veröffentlicht wurde. Die durchschnittliche Hördauer ist mit 204 Minuten stabil. Auch die Nutzung liegt auf konstantem Niveau: 79,3 Prozent der Deutschen schalten täglich auf Empfang. 17,5 Millionen Hörer erreichen die 84 ausgewiesenen Sender in der werbeführenden Durchschnittsstunde.

Auf Senderebene zeigen sich jedoch teils erhebliche Verschiebungen der Hörerpräferenzen. Absolut gesehen ist WDR 4 mit minus 117.000 Hörern der große Verlierer und fällt in der Reichweite unter die Millionengrenze. Radio NRW behauptet bundesweit mit 1,28 Millionen zwar seine Spitzenposition, büßt jedoch 33.000 Hörer ein. Die prozentual höchsten Verluste muss die Jugendwelle HR XXL mit minus 44,8 Prozent einstecken.

Dagegen lohnt es sich für SWR 1 Rheinland-Pfalz (plus 45,5 Prozent) und das sächsische Oldie FM (plus 31,5 Prozent) bald, Champagner im Großhandel einzukaufen: Nach respektablen Gewinnen in den vorhergehenden Analysen liegen beide Wellen weiter im Aufwind. Die Newcomer Energy 93,3 München und Energy Region Stuttgart zählen 45.000 respektive 10.000 Hörer. Die komplette Reichweitenstatistik ist bei den Hörfunkvermarktern unter www.ard-werbung.de und www.rms.de abrufbar.
Meist gelesen
stats