Media Entrepreneurs: Wie Axel Springer Digital-Talente umgarnt

Mittwoch, 17. Oktober 2012
"Fördern und Fordern": Springer-Chef Mathias Döpfner ködert Digital-Talente
"Fördern und Fordern": Springer-Chef Mathias Döpfner ködert Digital-Talente


Die Suche nach "Global High-Performance WTF Hot Shit Engineers of Superior Benchmark Media Mastership" geht weiter: Im vergangenen Herbst stellte Axel Springer das Programm Media Entrepreneurs mit einer humorigen Kampagne vor, nun hat Vorstandschef Mathias Döpfner eine neue, auf mehrere Monate angelegte Talentsuche eingeläutet. Ziel ist es, Unternehmertalente aus dem digitalen Umfeld zu ködern und so die Transformation des Konzerns "in ein echtes Multimedia-Unternehmen" voranzutreiben, so Döpfner auf dem Media Entrepreneurs Day in Berlin. Der Einladung von Axel Springer ins Radialsystem V waren mehr als 100 europäische Medienschaffende, Start-up-Gründer und Investoren gefolgt. Die diskutierten Themen waren neue Trends rund um digitale Geschäftsmodelle, Workshops zur Digitalisierung der Medienwelt sowie die Vernetzung der Teilnehmer untereinander. Alles Dinge, um denen es auch beim Media Entrepreneurs Programm gehen soll: Springer erhofft sich von dem Förderungsprogramm verstärktes Online-Know-How, immerhin macht der Medienkonzern gut ein Drittel seines Umsatzes im Digital-Bereich.

Die Media Entrepreneurs sollen innerhalb von 12 Monaten gemeinsam mit dem Team der strategischen Produktentwicklung eine neue Geschäftsidee entwickeln, zur Marktreife bringen und anschließend als "Unternehmen im Unternehmen" selbst umsetzen. Bewerbungen für das Programm sind ab sofort unter axelspringer.de/karriere möglich. "Wir werden die Teilnehmer des Media Entrepreneurs Programms fördern, aber auch fordern", kündigt Döpfner an.

Im Rahmen des Media Entrepreneurs Day fand auch der "HY Berlin"-Pitch der Agentur Berlin42 statt, für den sich 130 Start-ups beworben hatten. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro vom Telekom-Inkubator Hub:raum geht an "Toywheel", einen Online-Ideengeber für Eltern. Axel Springer lädt die Geschäftsführer der drei besten Start-ups – Neben „Toywheel" sind dies das personalisierte Online-Radio "Capsule FM" und die Austauschplattform für Designer und Händler "Agorique" – ins Silicon Valley ein. Dort besuchen sie Idealo-Gründer Martin Sinner, "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann und Springer-CMO Peter Würtenberger, die sich derzeit für ein digitales Forschungsprojekt dort aufhalten. ire
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