Mecom-Group stimmt Verkauf deutscher Titel zu / Depenbrock geht

Montag, 23. März 2009
Geht: Josef Depenbrock
Geht: Josef Depenbrock

 Nun ist der Verkauf der deutschen Aktivitäten der Mecom Group an den Kölner Verlag M. DuMont Schauberg perfekt: Die Anteilseigner haben bei der heutigen Hauptversammlung den Deal einstimmig abgesegnet. Nachdem das Kartellamt bereits grünes Licht gegeben hat, gehen die Titel "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier", "Hamburger Morgenpost", "Tipp" und die "Netzeitung" in den Besitz des DuMont-Verlags über. Der Verleger Alfred Neven DuMont wird sich morgen seinen neuen Mitarbeitern stellen und möglicherweise Details zu seinen Plänen mit den neuen Titeln bekannt geben. Erst Ende vergangener Woche widerlegte er Gerüchte um eine Fusion der Redaktionen der "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau" (FR). "Jede Zeitung wird ihren Chefredakteur behalten", sagte er der "FR" in einem Interview.

Ganz wird er das Versprechen nun doch nicht einhalten können. Josef Depenbrock, der bisher den Posten des Chefredakteurs und Verlagsgeschäftsführers in Personalunion bekleidet hat, legt bis zum Ende der Woche alle seine Ämter nieder. Dies bestätigt Co-Geschäftsführer Klaus Reidegeld gegenüber HORIZONT.NET. Als sicherer Nachfolger gilt Oliver Rohloff, bisher Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeitungsverlags Aachen. Dies wollten sowohl Reidegeld als auch eine Unternehmenssprecherin von DuMont nicht bestätigen. Mediengerüchten zufolge soll jedoch bereits ein Vorvertrag mit Rohloff geschlossen worden sein. bn
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