McCann-Erickson: Bill Biancoli wird Kreativchef / Britta Poetzsch verlässt die Agentur

Dienstag, 29. November 2011
Bill Biancoli beerbt Britta Poetzsch
Bill Biancoli beerbt Britta Poetzsch

 Derzeit vergeht kaum eine Woche ohne Personalmeldung aus der deutschen McCann-Gruppe. Nachdem zuletzt der Abgang von Chief Growth Officer Karsten Bentlage und die Neubesetzung der Führungen in Berlin und Düsseldorf bekannt wurden, steht jetzt auch der neue Kreativchef für McCann-Erickson fest. Nachfolger der bisherigen CCO Britta Poetzsch wird Bill Biancoli. Er war zuletzt für Draft FCB tätig und tritt seinen neuen Posten am 1. Januar 2012 an. Der 41-Jährige, der früher unter seinem Geburtsnamen Bill Marbach tätig war, gilt als enger Vertrauter von CEO Andreas Trautmann. Die beiden haben Anfang der 1990er-Jahre zusammen bei Grey gearbeitet und sind danach weiter in Kontakt geblieben. "Bill Biancoli war von Anfang mein Wunschkandidat. Ich kenne ihn jetzt seit fast 20 Jahren und er genießt mein absolutes Vertrauen", sagt Trautmann. Bei Draft FCB, wo er erst vor kurzem ausgeschieden ist, hat sich Biancoli unter anderem um den früheren Kunden Audi sowie Lieken Urkorn gekümmert. Zu den Arbeiten, die in dieser Zeit entstanden sind, gehört zum Beispiel der Film "Mehlbilder". Weitere Station von Biancoli war BBDO Düsseldorf, wo er unter anderem die Bausparkasse LBS betreut hat.

Britta Poetzsch hört als Kreativchefin von McCann-Erickson auf
Britta Poetzsch hört als Kreativchefin von McCann-Erickson auf
Seine Amtsvorgängerin bei McCann-Erickson Poetzsch wird die Agentur verlassen. Sie war zehn Jahre für die Agentur tätig und wurde Anfang 2010 vom damaligen CEO Helmut Sendlmeier zur Kreativchefin der Werbeagenturgruppe befördert. Vor ihrer Zeit bei McCann arbeitete sie unter anderem für Springer & Jacoby, KNSK sowie Hildmann Simon Rempen & Schmitz.

Auf den neuen Mann Biancoli wartet eine Herkulesaufgabe. McCann-Erickson steht derzeit nicht gut da. Zuletzt wurden mehrere Etats verloren, zudem kämpft die Agentur um wichtige Auftraggeber wie Lufthansa und Beck's. Darüber hinaus hat die Interpublic-Tochter schon länger nicht mehr mit kreativen Glanzlichtern von sich reden gemacht. Dass viel zu tun ist, weiß auch Biancoli: "Truth well told lautet das Credo von McCann-Erickson. Dieses Credo muss wieder in das Zentrum der Arbeit gestellt werden." mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 48/2011 vom 1. Dezember   
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