Maxblue will Ende 2001 Marktführer bei den Online-Brokern werden

Mittwoch, 12. Dezember 2001

Maxblue, das Online-Investment-Center der Deutschen Bank, soll Ende des Jahres europäischer Marktführer im Bereich Online-Brokerage werden. Wie Hermann-Josef Lamberti, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, bekannt gibt, rechnet man für Maxblue dann mit europaweit über 500.000 Online-Kunden. Hinzu kommt ein Teil der rund 200.000 Online-Kunden der Deutschen Bank 24, die ebenfalls technisch die Möglichkeit haben, Maxblue zu nutzen. Bis Ende 2002 soll die Gesamtzahl 840.000 betragen. Zum Vergleich: Die Hauptkonkurrenten Comdirect und Consors verfügen zurzeit nach eigenen Angaben über 609.000 beziehungsweise 563.000 Kunden.

Im Verlauf des Jahres habe Maxblue, das seit April 2001 die Online-Brokerage-Angebote der Bank bündelt, seinen Marktanteil von 5 auf 6,9 Prozent erhöhen können. Durch die Börsenkrise hat die Zahl der getätigten Transaktionen von 606.000 im 1. Quartal auf 552.000 im 3. Quartal nachgelassen. "Damit wurden wir weniger hart getroffen als andere Online-Broker", so Maxblue-Chef Luca Marighetti, "weil unsere Kunden weniger aktiv sind, aber auch weniger Schwankungen in der Transaktionsfrequenz aufweisen."

Maxblue, das mit einem Investitionsaufwand im dreistelligen Millionen-Mark-Bereich gestartet wurde, soll zukünftig verstärkt auch externen Partnern als Broking-Plattform angeboten werden. Laut Lamberti können Finanzdienstleister Maxblue einbinden, wenn sie nicht selbst in einen Online-Broker investieren wollen. Das Geschäftsmodell sieht vor, alle Kundenbeziehungen beim Partner zu belassen, diesem aber vollen Zugriff auf die technische Infrastruktur und die Investment-Expertise von Maxblue zu bieten.

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