Maues Anzeigengeschäft: "Faces" zeigt sich nur noch viermal im Jahr

Montag, 25. März 2013
"Faces" hat Anzeigenkunden noch nicht überzeugt
"Faces" hat Anzeigenkunden noch nicht überzeugt

"Faces" muss kürzer treten: Das Schweizer Lifestyle-Magazin verabschiedet sich nach einem Jahr in Deutschland vom monatlichen Erscheinungsrhythmus. Nach der aktuellen Ausgabe, die seit dem heutigen Montag am Kiosk steht, gibt es in diesem Jahr nur noch zwei weitere, am 23. September und am 18. November. Man wolle sich auf die "stärksten Monate" konzentrieren, sagt Herausgeber Stefan Berger. Seitdem "Faces" im Februar vergangenen Jahres hierzulande gestartet ist, gingen pro Ausgabe rund 50.000 Exemplare über den Ladentisch, der Verlag Fairlane Consulting verzeichnet mehr als 15.000 Abonnenten und rund 10.000 Facebook-Fans. Nur das Anzeigengeschäft kommt nicht richtig in Schwung: "Die Buchungen und Reservierungen für das zweite Semester stimmten positiv, die traditionell werbeschwächeren Sommermonate liegen jedoch unter unseren Erwartungen", sagt "Faces"-Gründer Berger. Mit dem reduzierten Erscheinungsrhythmus von vier Ausgaben jährlich könne man das Budget effektiver einsetzen und das Magazin über 2013 hinaus im deutschen Markt etablieren.

Der Weg, den der Titel in Deutschland bisher zurückgelegt hat, war von Beginn an holprig. Bereits 2009 war die Zeitschrift drei Ausgaben lang in Lizenz von Lightspeed erschienen, im Februar 2012 hatte sich der Verlag der Sache selbst angenommen. Zehnmal jährlich sollte der Titel ursprünglich hier erscheinen. Die verbleibenden Ausgaben der Zeitschrift, die es seit September zusätzlich im Pocket-Format gibt, sollen zudem mit gezielten Marketingaktivitäten unterstützt werden. kl
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