Markwort vs "SZ": "Ein Fall von Stalking"

Donnerstag, 21. Januar 2010
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Vergangene Woche ließ SZ-Autor Hans-Jürgen Jakobs in einem Artikel kein gutes Haar an „Focus" und Helmut Marktwort („verhinderter Volksschauspieler aus Darmstadt"). Jetzt feuert der „Focus"-Chef und Burda-Vorstand in einem Interview mit HORIZONT heftig zurück. Jakobs sei voller „Hass, Neid und Wut", sein Artikel in der SZ „ein Fall von Stalking im Journalismus". Markwort: „Ich bin fassungslos, dass ein seriöses Blatt wie die „Süddeutsche" so etwas zulässt." Spekulationen, wonach sein Verhältnis mit Verleger Hubert Burda zerrüttet und er Stress mit dem designierten Chefredakteur Wolfram Weimar habe, widerspricht Markwort vehement: „Was derzeit in einigen Medien geschrieben wird, ist eine Art Geisterbeschwörung, die mit den wirklichen Verhältnissen nichts zu tun hat."

Zur Einbindung seines Chefredakteur-Nachfolgers Wolfram Weimer in den „Focus"-Relaunch meint Markwort: „Herr Weimer war vor der Unterzeichnung seines Vertrages, den ich ja mit unterschrieben habe, bei mir zuhause, wo wir alles besprochen haben. Da habe ich ihm erzählt, dass wir „Focus" auffrischen wollen. Das haben wir seit Frühjahr 2009 so geplant." Bei dem am kommenden Montag erstmals sichtbaren neuen Look des „Focus" handelt es sich nach Markwort nicht um eine Radikalkur: „Damit würden wir unsere begeisterten Stammleser verjagen. Wir müssen das Heft verändern, aber dabei behutsam vorgehen." js

Das komplette Interview finden Sie in der aktuellen HORIZONT 3/10
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