Markus Schächter weist Kritik an Champions-League-Deal zurück

Donnerstag, 14. April 2011
Sieht keine Rechenschaftspflicht des ZDF: Markus Schächter
Sieht keine Rechenschaftspflicht des ZDF: Markus Schächter

ZDF-Intendant Markus Schächter wehrt sich gegen die Kritik der Allianz Deutscher Produzenten am Kauf der Champions-League-Rechte. "Die Allianz Deutscher Produzenten wird die Programmautonomie des ZDF bei ihren Forderungen berücksichtigen müssen. Der Etat des Senders wird durch einen Intendanten verantwortet und von den Gremien überwacht", schreibt Schächter in einem Brief an den Vorsitzenden der Geschäftsführung des Produzentenverbands, Christoph E. Palmer. Eine Rechenschaftspflicht gegenüber der Allianz Deutscher Produzenten könne er nicht erkennen. Zudem weist der ZDF-Intendant eine Meldung des Verbands zurück, wonach das ZDF seine Beiträge für die Filmförderungsanstalt von 5,5 auf 2,3 Millionen Euro jährlich reduziert habe: "Die behaupteten Fakten zum Engagement des ZDF in der Filmförderung sind leider unzutreffend." Der Sender reduziere nicht seinen Beitrag, sondern erbringe vielmehr freiwillige Leistungen über den gesetzlich festgeschriebenen Abgabenrahmen hinaus.

Die Allianz Deutscher Produzenten treibt die Sorge um, dass das ZDF die teuren Rechte für die Champions League unter anderem durch Einsparungen in ihrem Produktionsetat aufbringt und hatte vom ZDF daher verlangt, die Gegenfinanzierung für den Rechtekauf transparent zu machen. Die Kosten für die europäischen Königsklasse belaufen sich auf 54 Millionen Euro pro Saison. Das ZDF überträgt die Champions League ab der kommenden Saison bis zur Spielzeit 2014/2015. dh
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