Markus Peichl: "Gottschalk bringt im Moment nur 40 PS auf die Straße"

Montag, 27. Februar 2012
Glaubt fest an "Gottschalk live": Markus Peichl
Glaubt fest an "Gottschalk live": Markus Peichl
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Markus Peichl Vorabendsendung Redaktionsleiter BR



Markus Peichl soll als Redaktionsleiter die vor sich hin dümpelnde Vorabendsendung "Gottschalk live" doch noch zum Erfolg führen. Der ehemalige Chef des Magazins "Tempo" glaubt fest daran, dass das Format noch zu retten ist: "Thomas ist wie ein Auto, das locker 300 PS schafft, im Moment aber nur 40 auf die Straße bringt", sagt der Österreicher im Interview mit dem "Spiegel". Das Hauptproblem sei, dass die Sendung derzeit kein klares Konzept habe: "Mal führt er Gespräche, mal kommentiert er das Tagesgeschehen. Mal gibt es Einspielfilme, mal keine. Mal kommen Superpromis ins Studio, mal Unbekannte. Der Zuschauer muss wissen, was ihn erwartet." Er wolle dafür sorgen, dass sich Gottschalk im Studio wohl fühlt. Man müsse sicherstellen, dass die Qualitäten von Gottschalk zum Tragen kommen.

Er selbst habe den Entertainer als Gast in seiner Radiosendung beim Bayerischen Rundfunk kennengelernt: "Diese unglaubliche Gabe, alles aus dem Stand heraus witzig zu kontern, hatte damals keiner so wie er. Ich bin überzeugt, dass sie ihm nicht verlorengegangen ist", glaubt Peichl.

Per Videoanalyse will er nun die Stärken des Formats herausarbeiten: "Ich lasse gerade eine DVD zusammenstellen mit gelungenen Momenten der vergangenen Wochen. Damit die Redaktion sieht, dass nicht alles schlecht war." Bis zur Sommerpause soll das Konzept sitzen, ab Herbst rechnet Peichl damit, dass sich die Veränderungen bei den Einschaltquoten bemerkbar machen. Dass es die Sendung bis dahin überhaupt noch gibt, daran zweifelt Peichl nicht: "Ich bin Österreicher. Wir gelten als Pessimisten, sind aber im tiefsten Innern unerschütterliche Grundoptimisten." dh
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