Marktanteile von "Gottschalk Live" stabilisieren sich / Thomas Gottschalk verzichtet auf Sidekick

Mittwoch, 28. März 2012
Macht alleine weiter: Thomas Gottschalk
Macht alleine weiter: Thomas Gottschalk


Hoffnungsschimmer für "Gottschalk Live": Nach dem Umbau von Sendung und Studio haben sich die Quoten der kriselnden Vorabendsendung stabilisiert - freilich noch auf bescheidenem Niveau, aber immerhin. Derweil hat Gottschalks Redaktionsleiter Markus Peichl die Kritiker aus den eigenen Reihen scharf kritisiert.
Am Montag erzielte die erste Sendung nach dem Umbau 5,5 Prozent Marktanteil, am Dienstag lag die Einschaltquote bei 5,4 Prozent. Damit schafften es zum ersten Mal seit Februar wieder einmal zwei Folgen hintereinander über die 5-Prozent-Marke.

Ob Thomas Gottschalk und seine Redaktion nun wieder etwas mehr Luft zum Atmen und Arbeiten bekommen, muss sich erst noch zeigen. In der vergangenen Woche beherrschte das Hickhack um die Sendung die Schlagzeilen. Für Aufregung sorgte vor allem die offenbar gezielt gestreute Information, dass sich bei einer Telefonkonferenz der ARD-Intendanten eine Mehrheit für ein Ende der Sendung ausgesprochen habe.

Redaktionschef Markus Peichl, der "Gottschalk Live" auf Vordermann bringen soll, beklagte im Gespräch mit der RBB-Jugendwelle Radioeins die "Störfeuer" aus den eigenen Reihen: Die Programmdirektion solle erst nachdenken, bevor sie "Falsch- und Halbwahrheiten" verbreite. "Die Menschen, die das gesteckt haben, machen das, um uns zu schaden", ärgerte sich Peichl. "Wieso kauft man zuerst Gottschalk ein, setzt ihn dann auf so einen Sendeplatz und hat sich das Konzept möglicherweise nicht richtig überlegt", polterte Peichl weiter. Schließlich appellierte er an die zuständigen ARD-Granden: "Sagt uns die Wahrheit, sagt sie uns rechtzeitig - und ansonsten lasst uns arbeiten. Wenn man uns Zeit gibt, werden wir es schaffen. Wenn nicht, dann eben nicht."

Die Überlegung, der Sendung durch einen weiblichen Sidekick mehr Schwung zu verleihen, ist nach der Produktion einer Pilotsendung mittlerweile vom Tisch. Man könne am Vorabend keine Late-Night-Show imitieren. Auch diese Erkenntnis hat ihre Zeit gebraucht. dh
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