Manthey kritisiert Milchstraßen-Übernahme durch Burda

Montag, 03. Januar 2005
Wettert gegen Burda: Dirk Manthey
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Dirk Manthey Burda Übernahme Haim Saban Amerika


Dirk Manthey spricht im Gespräch mit dem "Spiegel" von einer "feindlichen Übernahme" der Milchstraße durch Burda. Manthey, Gründer der Hamburger Verlagsgruppe, trat am vorweihnachtlichen Donnerstag alle Rechte seiner einst gegründeten Titel (unter anderen "TV Spielfilm", "Amica", "Max") an die Münchner Konkurrenz ab. Nur an "Fit for Fun" und "My Life" hält er noch jeweils 20 Prozent. "Aber", so Manthey, "vermutlich wird mir Burda auch hier die Pistole auf die Brust setzen." Burda müsse aufpassen, warnt der einstige Herausgeber, "dass sie nicht selbst zum Übernahmekandidaten werden". Seit dem Einstieg von Haim Saban bei Pro-Sieben-Sat-1-Media hätten "viele in Amerika ein Auge auf den deutschen Markt geworfen". Indes schüttelt man bei Burda über Mantheys Äußerungen den Kopf. Man verstehe sich als Retter, der den Verlag sicher in die Zukunft führen möchte. Außerdem hätten Manthey die Zeitschriften ohnehin nicht mehr zur Gänze gehört.

In Zukunft will Manthey weiterhin im Verlagsgeschäft tätig sein: "Ich werde immer Zeitschriften machen, ich kann nicht anders." Noch in den nächsten Wochen werde er eine Gesellschaft gründen, um neue Objekte für den deutschen und den internationalen Markt zu erfinden. Er schließt jedoch aus, noch einmal ein ähnliches Projekt in der Größenordnung der Milchstraße zu wagen: "Wenn man nicht ein paar hundert Millionen geerbt hat, sollte man vom Verlagsgeschäft die Hände lassen." Und selbst dann könne man noch scheitern, so Manthey gegenüber dem Nachrichtenmagazin. Jede Idee werde gnadenlos kopiert und im Preis unterboten. is
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