„Manager Magazin“: Axel Springer will WAZ-Gruppe kaufen

Freitag, 30. September 2011
Mathias Döpfner soll ein Auge auf die WAZ-Gruppe geworfen haben
Mathias Döpfner soll ein Auge auf die WAZ-Gruppe geworfen haben


Das wäre der Knaller des Jahres: Der Medienkonzern Axel Springer will offenbar den Zeitungsriesen
WAZ-Gruppe kaufen und bietet dafür angeblich 1,4 Milliarden Euro. Das meldet das „Manager Magazin" in seiner Online-Ausgabe. Zuvor hatte bereits Anteilseignerin Petra Grotkamp den übrigen Gesellschaftern angeboten, deren Hälfte für rund 470 Millionen Euro zu übernehmen. Die News ist bereits der zweite Scoop vom „Manager Magazin“ in kurzer Zeit zum Thema WAZ-Gruppe. Bereits Ende August hatte der Titel über einen möglicherweise bevorstehenden Eigentümerwechsel berichtet. Damals hatte Petra Grotkamp, die Ehefrau des früheren WAZ-Chefs Günther Grotkamp, den Erben des anderen – traditionell verfeindeten – Familienstamms Brost das Angebot gemacht, deren Hälfte der Mediengruppe (Umsatz: 1,1 Milliarden Euro) für rund 470 Millionen Euro zu übernehmen.

Und nun – laut "Manager Magazin“ – das Gegenangebot von Axel Springer: Laut der Online-Ausgabe des Magazins soll Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner in einem Brief an beide Gesellschafterstämme eine deutlich höhere Offerte für die WAZ abgegeben haben. Ein Gebot für die gesamte WAZ-Gruppe, schreibt Döpfner laut dem Wirtschaftsmagazin, „würden wir heute nicht prinzipiell ausschließen wollen“. Als Bewertung nennt er laut den Angaben „circa 1,4 Milliarden Euro“. Allerdings soll er nach dem Bericht in dem Brief auf hohe kartellrechtliche Hürden hingewiesen haben.

Von Springers Seite bestehe „nach wie vor ein erhebliches Interesse an einem Erwerb der WAZ-Beteiligungen in Österreich an ‚Krone‘ und ‚Kurier‘“. Dies betreffe auch das Zeitschriftengeschäft sowie einige Regionalzeitungen und Anzeigenblätter.

 Dass die deutlich höhere Springer-Offerte ausgerechnet jetzt publik wurde, könnte freilich auch dazu dienen, das Grotkamp-Angebot in die Höhe zu treiben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: Freitag, 30.09 18.30 Uhr) war bei Springer niemand für eine offizielle Stellungnahme zu erreichen. hor
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