Mainzelmännchen sorgen für Sympathie

Mittwoch, 14. November 2012
Mainzelmännchen-Erfinder Wolf Gerlach (Bild: ZDF)
Mainzelmännchen-Erfinder Wolf Gerlach (Bild: ZDF)

Anton, Det und Fritzchen gehören zur Werbepause im ZDF wie die Spots selbst. Die Trickfilmfiguren, deren Schöpfer Wolf Gerlach Anfang dieser Woche gestorben ist, umrahmen die Werbung nun seit einem halben Jahrhundert. In einer umfangreichen Studie belegt der Sender: Nicht nur die Sympathiewerte für die Figuren selbst sind hoch, sondern auch die beworbenen Produkte profitieren. Für die Erhebung „Die Magie der Mainzelmännchen", die das ZDF Werbefernsehen im Rahmen seiner Road-Show vorstellt, haben Mindline Media und Rich Harvest zusammen mit dem Vermarkter ein mehrstufiges Forschungskonzept entwickelt, das sich mehrerer Methoden bedient. Ziel war es, den Einfluss der Mainzelmännchen auf das Zappingverhalten sowie die Werbewahrnehmung und -wirksamkeit zu ermitteln.

Eines der Ergebnisse: Das durchschnittliche Involvement ist bei einem Werbeblock mit Mainzelmännchen um bis zu einem Viertel höher als ohne. Die Mainzelmännchen schaffen es, eine deutlich höhere Werbeaufmerksamkeit herzustellen und rufen auch eine höhere emotionale Zuwendung zu den beworbenen Produkten hervor.

Mainzelmännchen führen auch dazu, dass die Zuschauer den Werbeblock aktiv ansehen. Sie verlassen während der Werbepausen seltener das Zimmerund gehen auch seltener ins Internet. „Der Bruch zwischen Programm und Werbeblock wird dadurch stark harmonisiert."

Auch die Werbeerinnerung ist höher. Um die Hälfte mehr Zuschauer können sich an die Spots richtig erinnern. Noch deutlicher wird der Unterschied bei den beworbenen Marken: Die ZDF-Zuschauer können mehr als doppelt so viele Marken richtig benennen, die beworben wurden. „Die Mainzelmännchen erhöhen die Durchsetzungskraft der Werbespots", schreiben die Forscher. pap

Die detailierten Ergebnisse in HORIZONT 46 vom 15. November 2012
Meist gelesen
stats