Mainardo de Nardis übernimmt Chefsessel beim weltgrößten Media-Network OMD

Freitag, 14. November 2008
Mainardo de Nardis
Mainardo de Nardis

Mainardo de Nardis wird neuer CEO der Media-Agenturgruppe OMD Worldwide. Der 47-Jährige war zuletzt Global Chief Executive von Aegis Media in London. Im Mai dieses Jahres trat er überraschend ohne Angaben von Gründen zurück. „Wir wünschen ihm das Beste für seine künftigen Bemühungen". So lautete der eisige Abschiedsgruss des Aegis-Bosses Robert Lerwill an Mainardo de Nardis. Obwohl der 47-jährige Italiener damals von Knall auf Fall den Chefsessel als Global CEO der Agenturgruppe Aegis Media räumen musste, hätte es für ihn nicht besser laufen können. Im Frühjahr 2009 wird er die globale Führung von OMD übernehmen und damit für das grösste Medianetwork der Welt verantwortlich sein.

Laut Recma-Report betreute das Agenturnetzwerk der New Yorker Omnicom-Holding im vergangenen Jahr ein weltweites Billingvolumen in Höhe von 26,3 Milliarden Dollar. Die Omnicom Media Group, unter deren Dach der Mutterkonzern seine beiden Netzwerke OMD und PHD organisiert, ist mit einem Schaltvolumen in Höhe von 32,8 Milliarden Dollar die drittgrösste Media-Holding der Welt nach dem Marktführer Group M und Vivaki von Publicis.

Als Chef von OMD wird de Nardis an Daryl Simm berichten, der die vergangenen anderthalb Jahre CEO von OMD war und sich nun auf seine Aufgabe als CEO der übergeordneten Media-Organisation Omnicom Media Group konzentrieren wird.

Seiner Ansicht nach werden immer mehr Mediabudgets weltweit bei einem Network konsolidiert. Simm verweist dabei auf eine exzellentes Jahr für OMD, in dem die internationalen Etats von Visa, Intel und jüngst von Renault/Nissan gewonnen wurden. Auf Grund „seiner grossen Erfahrung und globaler Perspektive" ist de Nardis für Simm der beste Kandidat, um die Erfolgsgeschichte des Networks fortzusetzen.

OMD ist bereits das dritte Agenturnetzwerk, wo de Nardis das weltweite Ruder übernimmt. Anfang 2006 wurde er der erste global CEO von Aegis Media, zu dem die Medianetworks Carat und Vizeum gehören. Warum es im Mai diesen Jahres zu dem Zerwürfnis mit der Londoner Aegis-Holding kam, ist bis heute nicht bekannt. Doch es kann davon ausgegangen werden, dass es interne Rochaden mit seinem Nachfolger Jerry Buhlmann gab.

Auch von seinem vorherigen Arbeitgeber Martin Sorrell, dem weltweiten Boss der Londoner WPP-Holding, verabschiedete sich de Nardis im Unfrieden. Bei WPP war de Nardis mehrere Jahre Global CEO des Medianetworks Mediaedge CIA, das mittlerweile mit Mediacom, Mindshare und Maxus zur Group M von WPP gehört und die grösste Media-Subholding der Welt ist.
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