Männer fühlen sich durch ARD-Kampagne diskriminiert

Montag, 20. April 2009
Printanzeige für "Eine für alle"
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ARD Radiospot Verstimmung Werberat Volker Herre


Die Kampagne zum Start der neuen ARD-Vorabendserie "Eine für alle" - Untertitel "Frauen können's besser" - sorgt bei einigen Vertretern des starken Geschlechts für Verstimmung. Dem Deutschen Werberat liegt die Beschwerde eines Mannes vor, der sich durch die Spots "sexuell diskriminiert" fühlt. Auch bei der ARD-Zuschauerredaktion häufen sich die Klagen über die Kampagne, insbesondere über die Radiospots, die gängige Vorurteile gegenüber Frauen humorvoll auf's Korn nimmt. Die Rede ist von der "Verunglimpfung eines Geschlechts" und "Sexismus". Ein Mann beschwerte sich sogar, weil die Hauptfigur der Serie Schweißerin ist. Doch Schweißer sei ein "ein typisch männlicher Beruf". Die Serie sei daher "völlig unrealistisch" und "Männerverachtung pur".

"Mit so einer Reaktion hätten wir niemals gerechnet", sagt ARD-Programmdirektor Volker Herres gegenüber dem "Spiegel". Herres: "Das übertrifft jede Fiktion an Lächerlichkeit".

Die neue Vorabendserie "Eine für alle" startet am heutigen Montagabend um 18.50 Uhr im Ersten. Die begleitende Werbekampagne stammt von der Münchner Agentur Hello (vormals Xynias Wetzel). Das Mediavolumen liegt laut ARD bei "deutlich über 5 Millionen Euro". dh

Die umstrittenen Spots finden Sie in der Kreationsdatenbank von HORIZONT.NET

Radiospot "Wirtschaft" 

Radiospot "Autofahren"
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