Madsack: Klares Bekenntnis zu Print und steigende Digitalerlöse

Montag, 09. Juli 2012
Madsack-Verlagsgeschäftsführer Herbert Flecken
Madsack-Verlagsgeschäftsführer Herbert Flecken

Der Medienkonzern Madsack blickt zurück auf ein durchwachsenes Jahr 2011. Während der Jahresüberschuss von 10,7 auf 8,5 Millionen Euro zurückging, verbesserten sich die Erlöse im Digitalgeschäft um 13,3 Prozent. Weiterhin stabile Erträge erwartet Verlagsgeschäftsführer Herbert Flecken aber auch im Printgeschäft, wie er anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2011 betonte. Als Untermauerung von Fleckens Aussage gilt der Erwerb der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" in Potsdam im November vergangenen Jahres. "Die Investition ist als klares Bekenntnis zum Printgeschäft zu verstehen", so der Konzernchef. Zugleich hat Madsack wie kaum ein anderes Medienhaus in die Transformation in Richtung digitaler Märkte investiert, unter anderem mit der Eröffnung des ersten Madsack Media Stores in Hannover. Insgesamt erhöhte sich der Konzernumsatz leicht von 608,8 auf 610,8 Millionen Euro.

Verluste muss Madsack im Anzeigengeschäft verschmerzen. Es ging im zurückliegenden Jahr um 4,2 Prozent auf 182 Millionen Euro zurück. Positiv: Die Vertriebserlöse kletterten um 2,5 Proezent auf 211 Millionen Euro. Auch im Beilagengeschäft vermeldet der Konzern ein Plus von 4,8 Prozent (67,5 Millionen Euro).

Das Briefgeschäft soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Mit dem Lebensmittelhändler Edeka strebe man eine ähnliche Kooperation wie mit dem Discounter Penny an, heißt es im Geschäftsbericht. Bei Penny würden bereits fast 100 Filialen in den Regionen Hannover, Hameln, Hildesheim, Nienburg und Peine Briefmarken der Madsack-Tochter Citypost verkaufen. Die Zusammenarbeit wird ab August auf Leipzig ausgedehnt. kl
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