Machtdemonstration: "Spiegel"-Geschäftsführer Mario Frank düpiert seinen Stellvertreter

Mittwoch, 21. Mai 2008
Matthias Schmolz muss Teilverantwortung abgeben
Matthias Schmolz muss Teilverantwortung abgeben

Beim "Spiegel" sorgt in dieser Woche eine - auf den ersten Blick - personelle Petitesse für Aufregung: Geschäftsführer Mario Frank überträgt die Verantwortung für die Abteilung Allgemeine Verwaltung zum 1. Juli von seinem Stellvertreter, Verlagleiter Matthias Schmolz, auf den Kaufmännischen Verlagsleiter Christof Herbers. Dies bestätigte der Verlag auf HORIZONT-Anfrage. Schmolz bleibt für das Neubauprojekt der Spiegel-Gruppe zuständig sowie für Vertriebsmarketing, Herstellung, Leserservice, Reisestelle, Beteiligungen und Projektentwicklungen.

Dennoch werten viele Mitarbeiter (und stillen Gesellschafter) im Verlag die Aufgabenbeschneidung als bewussten Affront gegen Schmolz, der als einer der Nachfolger des umstrittenen Frank gehandelt wird (HORIZONT 20/2008). Herbers hingegen gilt als Gefolgsmann Franks. Dieser hatte Herbers im Juli 2007 von der früheren gemeinsamen Wirkungsstätte "Sächsische Zeitung" zum "Spiegel" geholt, wo er bisher schon für die Bereiche Personal, Recht und Rechnungswesen/Controlling zuständig ist.
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