MDR-Verwaltungsrat rügt Ecuador-Geschäft

Dienstag, 17. Oktober 2000

Der Verwaltungsrat des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig hat die Anlagepolitik des Senders kritisiert. Der MDR ist laut Staatsvertrag verpflichtet, in seiner Wirtschaftsführung die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten. Dazu gehört auch, dass flüssige Gelder verzinslich angelegt werden. Der Verwaltungsrat hat dazu festgestellt, dass Investitionen in Anleihen mit spekulativem Charakter diesen Grundsätzen nicht entsprechen. Dies gilt auch für die Ecuador-Anleihe. Der MDR-Intendant Reiter hat vor dem Verwaltungsrat erläutert, dass es sich bei dem Vorgang um eine einmalige Fehlentscheidung gehandelt habe. Insgesamt habe der Sender eine erfolgreiche Anlagepolitik betrieben, die dem Sender im Jahr 1999 Erträge in Höhe von 74 Millionen Mark eingebracht hätten. Die umstrittene Anlage verursachte einen Verlust von 2,6 Millionen Mark.
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