MDR: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen gegen Herstellungsleiter auf

Freitag, 04. November 2011
Die Affäre Foht hält MDR-Chefin Karola Wille weiter in Atem
Die Affäre Foht hält MDR-Chefin Karola Wille weiter in Atem

Die Affäre um den suspendierten MDR-Unterhaltungschef Udo Foht zieht weitere Kreise. Die Staatanwaltschaft Leipzig hat nun auch ein Ermittlungsverfahren gegen den Herstellungsleiter des Programmbereichs Unterhaltung, Nobert May, eingeleitet. Das teilt der MDR in einer Pressemitteilung mit. May wurde vom MDR mit sofortiger Wirkung für die Dauer der Ermittlungen von seinen Aufgaben freigestellt. Was dem Herstellungsleiter vorgeworfen wird, teilt die Rundfunkanstalt nicht mit. Nur so viel: Man sei von der Staatsanwaltschaft darüber informiert worden, dass im Zuge der Ermittlungen gegen Foht auch ein Verfahren gegen May eingeleitet worden sei. Der MDR will bei der Staatsanwaltschaft nun Akteneinsicht beantragen.

Gegen den ehemaligen Unterhaltungschef des MDR, Udo Foht, wird seit einigen Monaten ermittelt. Foht hatte sich in mehreren Fällen Geld von Privatpersonen geliehen, angeblich um MDR-Produktionen vorzufinanzieren.

Die neue Intendantin des MDR, Karola Wille, hatte bei ihrem Amtsantritt angekündigt, die Affäre schnell aufklären zu wollen. Innerhalb der Frist von 100 Tagen, in der Wille die wichtigsten Baustellen beim MDR in den Griff bekommen will, wird sich die Affäre Foht nun wohl nicht mehr vollständig bereinigen lassen. dh
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