MDR: Neue Details in der Affäre um Udo Foht

Freitag, 30. September 2011
Für Udo Foht wird die Luft immer dünner
Für Udo Foht wird die Luft immer dünner

Udo Foht sorgt weiter für Schlagzeilen: Der ehemalige Unterhaltungschef des MDR hatte einen Vertrag mit einem befreundeten Berliner Produzenten, in dem er ihm für "Formatbeobachtungen", also der Auswertung von Unterhaltungssendungen, jährlich 40.000 Euro garantierte. Das berichtet der "Focus" in seiner morgen erscheinenden Ausgabe unter erufung auf den MDR-internen Antikorruptionsermittler Ingmar Weitemeier. Das Geld sei nicht im offiziellen Vertragsverzeichnis des MDR aufgeführt gewesen und über zwei Jahre geflossen. Ein MDR-Sprecher habe den Vorgang bereits bestätigt, meldet das Münchner Nachrichtenmagazin.

Weitemeiers Bericht, den der Sonderermittler demnächst vorlegen soll, wird sich auch mit der Frage beschäftigen, ob sich TV-Produktionsfirmen mit Finanzspritzen bei Foht Fernsehauftritte erkauften. Weitemeier vermutet laut "Süddeutscher Zeitung", dass in Fohts Transaktionen Gelder für Bestechungen oder Ähnliches versteckt gewesen sein könnten. Für den Ende Juli fristlos Entlassenen wird die Luft in der Affäre immer dünner: Am Donnerstag meldete die "SZ", dass die Berliner Kanzlei Schertz und Bergmann, die Foht bislang juristisch betreute, ihr Mandat niedergelegt hat. Die "SZ" berichtet unter mit der Sache vertrauten Beobachtern, dass dies ein Indiz dafür sein könnte, dass die Affäre gravierender ist als bislang angenommen. ire
Meist gelesen
stats